Darf ich vorstellen: Meine neue Heimatstadt Sôka

First seen on Sumikai

Auch wenn wir vorläufig noch nicht in einer eigenen Wohnung sondern bei Bekannten wohnen weiß ich schon dass auch die neue Wohnung im Gebiet von Sôka liegen wird, daher möchte ich euch heute schon mal ein kleines bisschen von der Stadt zeigen.

Sôka ist eine mittelgroße Stadt kurz vor Tokyo und gehört zur Präfektur Saitama. Es hat etwas mehr als 240.000 Einwohner mit ca. 1,9% oder etwa 4500 hier lebenden Ausländern laut der offiziellen Homepage der Stadt. Damit liegt Sôka gut im Schnitt denn Japan hat mit 2% etwa den gleichen Anteil an Einwohnern aus dem Ausland. Wobei sich das in Sôka manchmal etwas mehr anfühlt, was an einer großen Anzahl ausländischer Studenten liegt die hier an der Dokkyô Universität ihr Auslandssemester absolvieren (wie ich auch vor mittlerweile über 7 Jahren ^^).

Die Nähe zu Tokyo und die praktische Anbindung durch die Tobu Linie und die Hibiya Linie ist Sôka außerdem ein guter Ort um sich eine Wohnung zu suchen selbst wenn man in Tokyo arbeitet. Mit einem normalen Zug, der an jeder Station hält braucht man etwa 25 Minuten bis Ueno, wo man dann in die Yamanote Linie wechseln könnte. In Düsseldorf sind einige meiner Kollegen auch ca. 40 Minuten angefahren (und das von innerhalb Düsseldorfs) da denke ich das man mit 40-45 Minuten von Sôka bis zur anderen Seite von Tokyo gar nicht so schlecht dabei ist.

Berühmt ist Sôka allerdings für seine Senbei, die allseits beliebten Reis Kräcker. Man findet in der Stadt etwa 60 Senbei Hersteller und Läden die traditionelle harte Senbei (es gibt auch weiche) verkaufen. Alleine auf der Straße wo ich gerade wohne habe ich bisher 7 Stück gezählt. Als ein einfach zu transportierendes Lebensmittel wurde es während der Edô Zeit als Snack beliebt und ist nun nicht mehr wegzudenken. Auch wenn Senbei heute auch mit Maschinen hergestellt werden können werden sie von vielen noch auf ganz traditionelle Weise gemacht.

Da ich ja schon ein halbes Jahr während meines Auslandssemesters hier verbracht habe fühlt sich hier vieles sehr vertraut an, was mir glaube ich gerade dabei hilft mich einzuleben. Aber ich bin mir sicher dass es hier noch jede Menge mehr zu sehen und zu tun gibt und ich werde euch sicherlich über alle Plätze berichten die ich entdecke.

Hier aber jetzt erstmal ein paar Eindrücke die ich entlang der Wege gesammelt habe.

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