Nachmittag in Harajuku

Nach unserem Mittagessen in Kita-Senju ging es für uns weiter nach Harajuku.

Harajuku einer meiner Lieblingsstadtteil in Tokyo, auch wenn ich zugeben muss dass ich noch in den wenigsten Stadtteilen war (was ich jetzt während ich länger hier bin zu ändern gedenke). Es ist wahrscheinlich DER bekannteste in Tokyo für alle jungen Modeliebhaber auf der ganzen Welt. Harajuku war und ist der Ort an dem man individuelle Streetstyles und interessante, meist bunte, Outfits bewundern kann.

Es kann aber auch ein Ort der Ruhe sein. Wir haben uns nämlich entschieden zunächst einmal den Meiji Schrein zu besuchen der auf der anderen Seite des Bahnhofs liegt da der Parkzugang schon um 17 Uhr geschlossen wird. Es erstaunt mich immer wieder dass man nur ein paar Schritte auf dem breiten Weg zum Schrein gehen muss und sofort merkt wie plötzlich der ganze Lärm verschwindet. Tokyo ist eine wirklich laute Stadt, überall spielt Musik, laufen Anzeigen und Hinweise die man nicht umgehen kann. Die großen Bäume entlang des Weges sorgen deshalb nicht nur im Sommer für einen angenehm kühlen Schatten sondern sind auch eine Schalldämpferwand ^^

Der Schrein ist relativ neu und wurde erst 1920 fertiggestellt, im Andenken an den Meiji Tenno und seine Frau. Das Hauptgebäude wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und erst später komplett neu aufgebaut (Fertigstellung 1958). Auf dem Weg zum Schrein sieht man eine Wand aus großen Sake Fässern die dem Schrein gespendet worden sind, seit einer Weile ist auf der gegenüberliegenden Seite auch ein Wand aus Weinfässern. Der Schrein selber ist ein Anziehungspunkt für Touristen und auf den Ema (kleine Holzplatten auf die man Wünsche und Gebete schreibt) finden sich Sprachen aus der ganzen Welt.

Naürlich kann man auch Omikuji (Weissagungen) und Omamori (Amulette) für die unterschiedlichsten Anlässe kaufen. Als ich das erste Mal hier war während meines Auslandsaufenthaltes habe ich mir auch ein Omamori gekauft und mir einfach den schönsten rausgesucht (ein kleiner weißer Herzanhänger mit kleinem Glöckchen), was zufällig ein Liebesglücksbringer war. Ich bin mir zwar nicht sicher dass das Omamori damit zu tun hatte, aber da ich ein paar Wochen später meinen Mann kennen gelernt habe kann ich mich nicht über seine Wirkung beschweren 😉

Nach dem Meiji Schrein sind wir zurück zur Hauptstrasse gelaufen und waren schon unter den Letzten die noch eben durch das schon fast geschlossene Tor gequetscht haben. Es ging gleich weiter zur Takeshita-dôri um ein paar Bilder zu machen und etwas zu essen. Die Takeshita-dôri ist eine kleine schmale Straße mit Mode und Accessoire Läden die für jeden Geschmack etwas zu bieten haben. Etwas das man einfach tun muss wenn man dorthin geht ist ein Crêpe zu essen.

Vor ein paar Jahren gab es eigentlich nur einen bekannten Laden für die beliebten Desserts, dieses Mal habe ich aber alleine auf der Länge der Straße insegsamt 6 Stück gezählt und überall waren lange Schlangen. Bisher habe ich immer nur bei dem ursprünglichen Laden „Marion“ Crêpe gegessen, aber diesmal haben wir einen neuen ausprobiert. Schlange stehen ist doof, erst recht für ca. 25 Minuten, aber der Strawberry Melba Surprise und Matcha Cheesecake Deluxe Crêpe waren wirklich gut.

Danach haben wir noch Purikura (Fotosticker) gemacht, aber ich muss schon sagen, es wird immer schwieriger mit einem Mann zusammen welche zu machen. Während meines Auslandsaufenthaltes haben wir hier ziemlich viele gemacht und hatten jede Menge Spaß damit aber die neuen Maschinen scheinen alle nur für Frauen zu sein. Wie ich darauf komme? Weil die Maschinen die Gesichter auf den Fotos so verändern dass es schon fast gruselig ist. Ich hatte kein Make-up drauf und war knallrot von der Sonne aber auf den Fotos sehe ich perfekt aus. Weiße schimmernde Haut, ohne jeden Makel, große blaue Augen und generell einfach nur glänzend. Soweit so gut, aber dann schaut man auf meinen Mann und irgendwie stehen ihm die großen Augen, Lippenstift und Rouge dann doch nicht so gut… f(^_^;) Das ist übrigens auch der Grund warum ich keinem die Purikura zeigen darf die wir letztes Jahr in Osaka gemacht haben, denn da hatten wir aus Versehen die „Special Make-up“ Box erwischt…

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