Autofahren in Japan

Am Wochenende haben mein Mann und ich uns das Firmenauto ausgeliehen um nach IKEA zu fahren (ich dachte es wäre vielleicht schön mehr als zwei Stühle zu haben wenn wir Leute zu uns einladen wollen…). Am Freitag war ich in Tokyo unterwegs und bin abends auf dem Weg zurück zwei Stationen früher ausgestiegen um mich dort mit meinem Mann zu treffen und den Wagen abzuholen. Leider kamen dabei zwei Umstände zusammen die das Sehen/Autofahren schwieriger machen: Nacht und heftiger Regen.

Daher muss ich auch zugeben dass ich, trotz meiner mittlerweile mehr als 12 Jahre die ich Auto fahre, ein wenig nervös war. Ich bin noch nie im Linksverkehr gefahren, genauso wenig bin ich schon mal eines dieser Keijidousha („Leicht Wagen“) gefahren. Für alle die nicht wissen was ein Keijidousha ist, das sind recht kleine, sehr leichte, Würfelförmige Autos die eine sehr schmale Motorhaube haben. Sehr beliebt hier in Japan (ehrlicherweise habe ich die glaube ich auch noch nirgendwo anders gesehen) obwohl ich sie nicht unbedingt für sicher halte. Wenn man mit so einem Auto ein anderes trifft oder womöglich gegen eine Wand fährt, ist die Motorhaube weg, bzw. der Motor gleich bei einem auf dem Schoß.

Keijidousha

© Sakura_Fujiko

Die Geschwindigkeitsbegrenzungen erlauben einen langsamen Start, auch wenn ich glaube dass auf Dauer 30, bzw. höchstens 40 km/h in der Stadt auf die Nerven gehen. Die meisten Autos in Japan sind mit Automatik, was für mich am Anfang sicherlich ganz gut war, denn mich auf den Verkehr konzentrieren und dann noch mit der linken Hand schalten wäre vermutlich ein wenig komplizierter gewesen. Trotzdem mag ich es eigentlich lieber ein Auto mit manueller Schaltung zu fahren.

Was ich sehr komisch fand war, dass man, anders als in Deutschland, meist nicht vor den Ampeln anhält. Klar muss man anhalten, aber die Ampeln die für einen bestimmt sind befinden sich auf der anderen Seite der Kreuzung. Das hat mehr als einmal dazu geführt dass ich erst deutlich hinter der Haltelinie gestanden habe. Aber alles in allem ist alles gut gelaufen, nach einem Tag war ich schon deutlich entspannter. Ich denke wenn wir ein eigenes Auto haben/hätten dann würde ich mich recht schnell daran gewöhnen auf der linken Seite zu fahren 🙂

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