Taiwan Abenteuer – Das Nationale Palast Museum

Der Start in den nächsten Tag war hart. Obwohl, da wir erst um 4 Uhr im Bett waren kann man wahrscheinlich nicht wirklich vom „nächsten“ Tag sprechen. Frühstück gab es bis 10 Uhr und wir haben es tatsächlich irgendwie geschafft gegen halb zehn im Frühstücksraum zu sein.

Die Auswahl war nicht überwältigend, aber das Personal dafür wirklich nett (auch die die in der Nacht aufbleiben mussten um auf uns zu warten). Wir hatten erst überlegt das Frühstück ausfallen zu lassen um ein bisschen länger zu schlafen, aber wenn man es schon dazugebucht hat dann sollte man es ja auch nutzen, oder? Der wichtigere Grund war allerdings dass wir einen (möglichst) frühen Start in den Tag haben wollten um die kurze Zeit in Taiwan auch richtig zu nutzen.

 

Der Tag war sogar noch heißer als ich erwartet hatte und ich war einfach nur froh dass ich Sonnenspray eingepackt hatte (wenn auch leider nicht meinen coolen neuen Hut). Unser erster Stop war die nächstgelegene Metro Station um uns auf de Weg zum Nationalen Palast Museum zu machen. Oder wie mein Mann meinte „um uns alles das anzugucken was früher mal in der Verbotenen Stadt in China war“.

Wenn möglich kaufen wir immer eine Metro Card wenn wir unterwegs sind, wie die Pasmo oder Suica Karten hier in Japan, also haben wir uns als erstes die Taipei Easy Card zugelegt. Ich muss schon sagen, die öffentlichen Verkehrsmittel in Taiwan sind wirklich günstig, wir haben teilweise für eine Strecke nur 7 $ (ca. 30 Yen) gezahlt und ich glaube das teuerste waren 90 $ (360 Yen), aber das war für eine 1,5 Stunden lange Strecke in die Berge.

Um zum Museum zu kommen mussten wir von der Metro in einen Bus umsteigen und konnten dadurch gleich noch etwas von der Stadt sehen. Der Vorplatz der zum Museum führt ist alleine schon sehr beeindruckend und ich denke ich hätte dort bestimmt noch mehr Fotos gemacht, wenn es nicht so brüllend heiß gewesen wäre. Und hell. Ich habe mir die Bilder erst richtig ansehen können als wir in der angenehm klimanalagengekühlten, schattigen Lobby des Museums standen.

Im Vergleich zum Bus war der Eintritt recht teuer (250 $ = ca. 1000 Yen) aber dafür bekommt man auch einiges geboten. Auf drei Etagen finden sich eine Vielzahl von Räumen mit ständigen Exponaten sowie Sonderausstellungen und wir haben einige Stunden damit zugebracht uns (fast) alles anzusehen.

Besonders gut gefallen hat mir die Sonderausstellung “The Splendor of Ethnic Costumes and Accessories from Guizhou” mit Kleidung, Textilien und Accessoires von einer Ethnischen Gruppe Taiwans. Die bestickten Stoffe waren wirklich beeindruckend, aber was wirklich herausgestochen hat, waren die riesigen Kopfschmucke. Komplett aus Silber mit aufwendigen Verzierungen müssen sie unglaublich schwer sein.

Aber natürlich konnten wir das Museum nicht verlassen ohne den besten Part gesehen zu haben (auch wenn ich gemotzt und gebettelt habe das wir ihn auslassen). Man meint dass wenn dutzende Menschen anstehen um einen Blick in den Raum zu werfen, die Ansicht beeindrucken sein muss.

Was also sind diese tollsten Ausstellungsstücke?…Ein Chinakohl … und ein Stein der wie ein Stück Fleisch aussieht… Jaa, nicht wirklich sehr beeindrucken. Versteht mich nicht falsch, man muss sicherlich begabt sein um das aus Jade zu schnitzen, und eine schöne Farbe hat es auch, aber ist es das wirklich wert um 40 Minuten anzustehen? Definitiv nicht. Vor allem nicht wenn um den Raum herum überall riesige Fotos davon hängen, auf denen man das Stück weitaus besser sehen kann als in seiner kleinen Realität.

Damit auch ihr mitreden könnt, hier ein paar Bilder

Es gab aber wirklich sehr schöne Stücke im Museum, vor allem die Jade Abteilung und die mit der alten Kalligraphie waren sehr beeindruckend. Es lohnt sich auf jeden Fall das Museum zu besuchen wenn man in Taiper ist, allerdings denke ich den Chinakohl kann man getrost auslassen (vor allem wenn man fünf Reisegruppen vor sich hat)

Auf der Webseite des Museums kann man sich einige ausgewählte Stücke aus jeder Kategorie ansehen.

Alle Teile unseres Taiwan Abenteuers:

Teil 1 – Die Ankunft
Teil 2 – Das Nationale Palast Museum
Teil 3 – Drachenboot-Festival

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