Taiwan Abenteuer – Drachenboot-Festival

Mit unserem Trip nach Taiwan kamen wir genau richtig für das Drachenboot-Festival am 20. Juni und natürlich haben wir uns den Vormittag entsprechend Zeit genommen um uns dort einmal umzusehen.

Das Festival wird jedes Jahr am fünften Tag des fünften Monats im Mondkalender gehalten und es soll bis ins Jahr 278 v.Chr. und den berühmten Poeten und Minister Qu Yuan zurückreichen. Qu Yuan war ein Berater des Königs, wurde dann aber verbannt als er die Allianz mit dem mächtigen Staat Qin entgegensetzte. Während seines langen Exils schrieb er sehr viel Poesie und wurde von den Menschen verehrt und bewundert. Als letztendlich die Hauptstadt durch Qin eingenommen wurde war Qu Yuan so verzeifelt dass er im Fluss Miulo Selbstmord beging.

Die einheimischen Leute eilten in ihren Booten hinaus auf den Fluß um ihn zu retten, aber als sie nicht einmal seine Leiche finden konnten, warfen sie klebrige Reisbällchen in den Fluss, damit die Fische diese essen würde und nicht den Körper des Poeten. Auch wenn dies keine erfreuliche Geschichte ist (und auch nicht die einzige Ursprungstheorie), wird das Drachenboot-Festival als nationaler Feiertag mit klebrigen Risbällchen und dem Zuschauen von Drachenboot Rennen gefeiert.

Als wir am Fluß ankamen war es bereits voller Leute und lebhaftem Treiben. Die vielen Teams waren mit ihren Vorbereitungen beschäftigt und die am Fluß entlang aufgestellten Zelte boten den Zuschauern wenigstens ein wenig Schatten. Zum Glück, denn sonst wäre ich wahrscheinlich gleich wieder umgedreht und zurück in den klimatisierten Bus geklettert. Schon nach ein paar Sekunden konnte ich förmlich hören wie es auf meiner Kopfhaut angefangen hat zu brutzeln.

Die Zuschauer waren alle in angeregten Unterhalten vertieft oder saßen gemütlich mit Snacks und Getränken von den Essensständen während die Teams sich auf die Rennen vorbereitet haben. Ich habe mir auch ein Plätzchen im Schatten gesucht, während mein Mann und unser Freund sich auf den Weg gemacht haben etwas zu essen zu besorgen. Hätte ich vorher die Schlangen an den Ständen gesehen hätte ich vermutlich nicht das Gefühl gehabt vergessen worden zu sein…

So saß ich erst einmal so alleine wie man umgeben von hunderten von Menschen sein kann und habe mir die ersten Rennen angeschaut. Am Anfang sind zwei Teams pro Rennen angetreten, danach dann jeweils vier Teams. Die Final Rennen waren tatsächlich erst für den nächsten Tag geplant, also liefen an diesem Tag nur die Vorrunden. Es ist wirklich erstaunlich wie schnell so ein Bott werden kann und die Unterschiede zwischen den Teams waren teilweise sehr deutlich.

Noch etwas das ich interessant fand, waren die vielen ausländischen Teams die teilgenommen haben und etwa die Hälfte aller Teams ausmachte. Die Atmosphäre war insgesamt sehr vergnügt und jedes Team, egal ob Gewinner oder Verlierer, wurden gleichermaßen mit Applaus und Anfeuerungsrufen begrüßt.

Als endlich das Essen kam (ähm… ich meine, als ich endlich meinen Mann wieder neben mir hatte…) war es immer noch heiß genug um den unheimlich leckeren stark geeisten Ananassaft zu genießen; auf der anderen Seite war ich aber hungrig genug um die Pfannkuchen ähnlichen deftigen Snacks zu genießen.

Habt ihr schon einem ein Drachenboot-Festival besucht?

Alle Teile unseres Taiwan Abenteuers:

Teil 1 – Die Ankunft
Teil 2 – Das Nationale Palast Museum
Teil 3 – Drachenboot-Festival

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