Ghibli Museum

An unserem Hochzeitstag waren wir nicht in einem teuren Restaurant essen oder haben einen Kurztrip ans Meer gemacht, sondern warem im Ghibli Museum!

Ich war davor noch nie im Ghibli Museum, hatte aber schon einiges davon gehört. Wer kennt die Werke von Hayao Miyazaki nicht? Ich denke jeder, der sich für Japan interessiert ist schon über mindestens einen Anime aus dem Studio Ghibli gestolpert. Die Auswahl ist auch recht beachtlich, sei es Mein Nachbar Totoro, Chihiros Reise ins Zauberland, Das wandelnde Schloss oder andere. Studio Ghibli produziert fantastische Filme die inspirierend und voller Emotionen sind.
Es fällt schwer sich für einen Favoriten zu entscheiden, wenn wahrscheinlich auch die meisten zustimmen werden, dass Mein Nachbar Totoro zu den beliebtesten gehört.

Die Tickets für das Museum sind genauso beliebt und falls ihr dorthin gehen wollt, solltet ihr die Tickets mindestens einen Monat im Voraus besorgen. Auch wenn Tickets für unter der Woche oft noch kurzfristig zu haben sind, können Tickets für das Wochenende oder besondere Tage schnell ausverkauft sein. Man kauft Tickets für eine bestimmte Eintrittszeit, zu der man in das Museum kommt. Ist man erst einmal drin, kann man sich dann aber natürlich so viel Zeit nehmen wie man möchte.

Gleich nachdem wir aus dem Zug gestiegen sind, haben wir die ersten Anzeichen für das Museum gefunden, was die Vorfreude auf dem Weg zum Museum noch gesteigert hat. Die Tickets für den Tag (Samstag) waren komplett ausverkauft, und so hat uns vor dem Eingang schon eine recht lange Schlange erwartet. Glücklicherweise ging es dann aber doch schneller als gedacht.

Schon nach den ersten Schritten ins Museum kommt man sich wie in einem Wunderland vor und ich war absolut begeistert. Von den Bleifenstern mit Totoro Charakteren, bis zu der Roboterstatue auf dem Dach, es gibt einfach unheimlich viel zu entdecken. Was besonders zu dem Charme des Museums beiträgt, ist die Tatsache, dass die handgefertigten Figuren und Dioramas ein heimeliges Gefühl vermitteln. Das ganze Museum ist einfach nur gemütlich. Meine Highlights ware definitiv der Kurzfilm und die Räume der Animatoren.

Mit der Eintrittskarte (das aus einem Filmstreifen besteht und ein schönes Andenken ist) kann man in dem integrierten Kino einen Kurzfilm von Ghibli sehen, der monatlich wechselt. Wir haben Chou no Sumou (Mäuse Sumo) gesehen und wir waren hin und weg. Ein älteres Ehepaar entdeckt, dass die Mäuse aus ihrem Haus jeden Abend an Mäuse Sumo Turnieren teilnehmen und helfen ihnen zu gewinne. Der Film ist nur 13 Minuten lang und kommt quasi ohne Dialog aus, aber er ist auf der Stelle einer meiner Favoriten aus dem Studio Ghibli geworden. Die Sumo Mäuse sind einfach nur niedlich.

Im zweiten Stock kann man dann unter anderem durch den originalen nachempfundenen Räumen von den Animatoren gehen. An den Wänden finden sich unzählige Originalskizzen und die Räume an sich sind so vollgestopft mit Büchern und Utensilien, dass man Stunden damit zubringen kann alles zu entdecken. Auf einem der Tische lagen zum Beispiel große Bücher mit Photos und Zeichnungen von Pflanzen, Tieren, Maschinen und Menschen, die als Referenzen genutzt worden sind. Es ist interessant, wenn man in den Gesichtszügen auf den alten Fotos plötzlich animierte Charaktere wiederentdeckt und sie mit den Originalskizzen vergleichen kann.

Auf dem Dach des Gebäudes findet man eine fünf Meter hohe Roboterstatue und den Keystone, beide aus dem Film Schloss im Himmel. Im Museum an sich darf man leider keine Fotos machen, aber zumindest kann man sich mit dem großen Roboter ablichten lassen.

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