Hokkaido – Tag 4 (Lake Toyako und der Orofure)

Die Fahrt durch eine verschneite Winterlandschaft hat uns am vierten Tag der Hokkaido Reise beeindruckende Aussichten beschert.

Für alle, die Schnee und Kälte mögen, ist Hokkaido im Winter sicherlich eines der besten Reiseziele.
Der erste Stop des Tages war der Lake Toyako, ein See der rundherum von Bergen eingeschlossen ist. Es ist unbeschreiblich wie schön der See in der klaren Morgenluft war. Auch die Bilder werden diesem Gefühl von reiner und schöner Natur nicht gerecht, die mich wirklich tief berührt hat. Trotz des eiskalten Windes haben wir hier unzählige Fotos gemacht und einfach nur vor den schwappenden Wellen gestanden um den Anblick zu genießen.

Vom See aus ging die Fahrt weiter in Richtung des nächsten Hotel-Ziels für den Tag und glücklicherweise war der Orofure Pass, im Gegensatz zum Tag davor, befahrbar. Der Pass war der kürzeste Weg über die Berge und die beste Entscheidung, die wir machen konnten.
Die Straßen waren eine einzige Schneebahn, vollkommen weiß und glatt, weil noch kaum jemand dort gefahren war, und die Bäume entlang der Straße waren komplett mit Schnee bedeckt. Jeder einzelne Ast hatte eine Schneeschicht. Ein unglaublicher Anblick, der direkt aus einem Wintermärchen zu stammen schien. Da der Pass so gut wie nicht befahren war, konnten wir auch kurz anhalten und ein paar Fotos machen.

Ein kleines Stück weiter haben wir dann sogar einen Aussichtsparkplatz gefunden und dort halt gemacht. Die Aussicht war beeindruckend, wenn auch deutlich behindert durch die Schneeberge, die man erklimmen musste. Später habe ich im Internet Bilder aus dem Sommer gesehen und war überrascht, dass da eigentlich ein großes Schild mit dem Namen, etc. steht. Das haben wir unter den Schneemassen gar nicht gefunden. Hier gab es dann auch den ersten Unfall, denn auf dem Weg zurück über den aufgehäuften Schnee, durch den man nicht sehen konnte wo der Weg anfängt und wieder aufhört, bin ich plötzlich durch die obere Eisschicht gebrochen und steckte bis zum Oberschenkel im Schnee. Wenn man einen Rock mit Strumpfhose trägt, tut das nicht nur weh, sondern ist auch verdammt kalt. Dank meinem Mann und meinem Schwiegervater wurde ich dann aber wieder recht schnell befreit und die Fahrt konnte weitergehen.

Nachdem wir den Orofure Pass überquert hatten, sind wir nach Noboribetsu gekommen, wo wir am Eingang der Stadt von zwei Dämonen begrüßt worden sind, die Wegweiserfür das hier zu findende Höllental an.
Das Höllental ist ähnlich wie die Höllentour in Beppu eine Ansammlung von heißen Quellen, allerdings in einem ganz anderen Ausmaß. Da der Großteil leider nur zu Fuß und nicht mit dem Rollstuhl zu bewältigen war (da auch hier Straßen im Winter gesperrt sind), haben wir uns auf den ersten Teil beschränkt. Nichtsdestotrotz ein interessanter Anblick.

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