Ichigo-gari in Chiba

Stell‘ dir vor, du gehst durch Reihen von reifen, roten, saftigen Erdbeeren, isst hier und da eine der süßen Früchte und wirst von der Sonne gewärmt…

…hört sich zu gut an, um wahr zu sein? Das dachte ich auch, bis ich zum ersten Mal in Chiba zum Erdbeerpflücken war.
Ichigo-gari ist der Japanische Ausdruck für Erdbeerpflücken und das beste, was man sich wünschen kann (wenn man Erdbeeren mag). Gepflückt wird von Januar bis Mitte Mai und in ganz Japan gibt es einige Orte, an denen das möglich ist. Das Konzept ist sehr einfach. Man fährt zu einer Erdbeerfarm, zahlt etwa 1500 Yen (ca. 12 Euro) und kann 30 Minuten lang so viele Erdbeeren essen, wie man möchte. Da das Ganze sehr beliebt ist, muss man nur darauf achten, dass man rechtzeitig da ist.

Da wir erst noch unseren Leihwagen abholen mussten und dann einen Stopp bei Umihotaru (einem wirklich fantastischen Rastplatz an der Autobahn) eingelegt haben, waren wir erst gegen Mittag an der Erdbeerfarm, die wir uns ausgesucht hatten. Das war allerdings viel zu spät, da uns mitgeteilt wurde, dass das Pflücken schon um 9 Uhr geendet hat und die Leute dafür seit 6 Uhr angestanden haben.
Glücklicherweise liegt Chiba auf Platz 1 der Spots zum Erdbeerpflücken in diesem Jahr, also war es nicht schwer weitere Erdbeerfarmen in der Nähe zu finden.

Bei der Ichinomiya Kankou Ichigo Kumiai hatten wir Glück und konnten dann die zehn verschiedenen Sorten von Erdbeeren probieren. Auch wenn es dort leider nicht die schwarzen Erdbeeren gab, wegen denen wir zu der anderen Farm gefahren waren.
Am Anfang schienen uns 30 Minuten viel zu kurz um die Erdbeeren ausgiebig genießen zu können, vor allem da keiner von uns gefrühstückt hatte. Aber wie sich herausgestellt hat, kann man nur eine bestimmte Menge von Erdbeeren essen, bevor man absolut voll ist, und diesen Punkt zu erreichen hat keine 30 Minuten gedauert.

Hier ist es sehr beliebt die Erdbeeren mit Milchcreme zu essen, weshalb wir am Anfang auch einen kleinen Behälter bekommen haben, der zum Teil mit Milchcreme zum eintunken gefüllt war. Das Einzige, was diese Erfahrung hätte besser machen können, sind nasse Tücher. Da die Erdbeeren so groß und reif und saftig sind, waren unsere Hände sofort klebrig.

Durch die Reihen zu laufen, hier und da zu essen was einem ins Auge fällt, von der Sonne gewärmt zu werden und die Bienen zu hören, die um die Blüten summen, war eine absolute Gute-Laune-Erfahrung und den Weg von Yokohama nach Chiba definitiv wert. Wenn ihr die Gelegenheit habt und zur Erdbeersaison hier seid, dann empfehle ich euch wärmstens zum Erdbeerpflücken zu gehen.

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