[Deutschland entdecken] The Ladies Diner

Auch wenn wir derzeit in Japan leben und ich über diesen Blog alles in Bezug auf Japan teilen möchte, denke ich, dass auch Deutschland gut zum Thema passt.

Ich verbringe jedes Jahr Zeit in Deutschland und mir ist aufgefallen, dass mein Leben in Japan mir dabei geholfen hat, diese Zeit mehr zu genießen. Ich genieße lange Autofahrten mehr, da ich dabei die wechselnde Landschaft betrachten kann. Ich gehe mehr aus zum Essen, besuche Museen und Städte, in denen ich noch nicht gewesen bin. Und natürlich macht das Ganze noch mehr Spaß, mit Freunden oder Familie an der Seite.

Auch diesmal, bei meinem Besuch über die Feiertage, bin ich wieder durchs halbe Land gefahren, um Freunde zu besuchen, von denen eine in der Nähe von Stuttgart wohnt. Sie hatte von einem Diner gelesen, dass sehr beliebt zu sein schien und nach einem Blick auf die Webseite waren wir uns einig: da müssen wir hin.

The Ladies Diner ist ein 50er Jahre Diner im amerikanischen Stil, der originelle Burger und Milchshakes auf der Karte hat. Die beiden Gründerinnen wurden unter anderem in der Landesschau vorgestellt (Clip in der Mediathek des SWR) und wirkten sehr nett und vor allem authentisch. Da das Diner am Samstag um 12 Uhr öffnet, haben wir uns entschieden gleich zu einem frühen Mittagessen hin zu fahren. Man kann keine Reservierungen machen und da wir gelesen hatten, dass es regelmäßig lange Warteschlangen gibt (eher ungewöhnlich für Deutschland), wollten wir so früh wie möglich dort sein.

So ganz früh waren wir dann doch nicht, als wir um 12.15 im Diner aufschlugen, hatten aber Glück und haben die letzten beiden Plätze bekommen, bei einem netten Pärchen in einer der Sitzecken (ebenfalls eher ungewöhnlich). Kurz nach uns mussten dann die ersten auch schon draußen warten, nachdem sie sich in die Warteliste eingetragen haben, und das bei eisigen Temperaturen. Netterweise stellt das Ladies Diner nicht nur jede Menge Decken bereit, sondern auch kostenlosen alkoholfreien Punsch, der einen aufwärmen kann. Ist man mit dem Auto da und will lieber dort warten, kann man sich einen Beeper geben lassen, der einen informiert, sobald ein Tisch/Platz frei wird.

Die Kellnerinnen waren alle nicht nur gut gelaunt, sondern auch sehr aufmerksam, und wir plötzlich doch sehr hungrig mit all dem gut aussehenden Essen um uns herum. Bis das Essen kam, konnten wir uns glücklicherweise mit der hausgemachten Limonade trösten. Meine Ingwer-Rosmarin-Limonade war erstaunlich lecker und sah auch noch gut aus.
Dann endlich kam die Hauptspeise, der Flamingo-Burger. Einer der besten Burger die ich je hatte und groß genug, dass ich gut auf die Pommes hätte verzichten können. Der Krautsalat hat ihm das gewisse Etwas gegeben und man kann schmecken, dass hochwertige Zutaten verwendet werden. Frisch und einfach nur lecker.

Obwohl wir danach beide satt waren, konnten wir das Diner natürlich nicht verlassen, ohne einen der Milchshakes zu probieren und ich habe mich für den Coco Loco entschieden. Der Shake besteht aus Vanilleeis, Milch und Raffaellos, zur Perfektion gebracht mit pinker Sahne und einer Kirsche obendrauf. Da heißt es nur: lieber nicht nach den Kalorien fragen…

Die Atmosphäre in dem Diner ist sehr angenehm und die Musik laut genug, dass man anfängt mitzuwippen, aber nicht so laut, dass Unterhaltungen anstrengend werden. Genau der richtige Mix aus Gute-Laune-Rock und ansprechender Dekoration. Die Liebe zu dem Stil der 50er Jahre war überall zu merken, bis hin zu den Toiletten.
Der Diner liegt in einem Industriegebiet, weshalb lange Schlangen umso überraschender sind, da man nicht zufällig über das Restaurant stolpern kann. Nach unserem Besuch waren wir uns jedoch auch einig, dass sich das Warten lohnt, denn gutes Essen + gute Musik = gute Laune.

[Deutschland entdecken] The Ladies Diner | lostmyheartinjapan.com

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Fun fact: Ihr fragt euch warum das Restaurant „The Ladies Diner“ heißt und nicht „Pink Ladies Diner“ obwohl so viel pink zu sehen ist und es so gut zu den Pink Ladies aus Grease passen würde. Tatsächlich hieß der Diner in seiner Anfangszeit so, musste aber umbenannt werden, als ein Brief von den Anwälten von Warner Brothers eintrudelte. Warner Brothers hatte „Pink Ladies“ zuvor als Marke angemeldet, weshalb sich die beiden Gründerinnen schweren Herzens von ihrem Namen verabschieden mussten.

Übrigens, eine der beiden Damen ist Vegetarierin, weshalb der Diner auch einige Gerichte für Vegetarier in der Karte hat, die ebenso lecker klingen. Also falls ihr jemals in der Nähe von Stuttgart oder Esslingen seid, dann solltet ihr dem Diner einen Besuch abstatten.

Info:
The Ladies Diner
Alleenstraße 29
73730 Esslingen

Dienstag bis Freitag: 12.00 – 14.00 Uhr (Warme Küche bis 14.00 Uhr)
17.00 – 22.00 Uhr (Warme Küche bis 21.30 Uhr)
Samstag: 12.00 – 20.00 Uhr (Warme Küche bis 19.30 Uhr)
Montag, Sonntag und Feiertage geschlossen

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